OPAL-Health Pressetermin zum Start des Testbetriebs
Mit »OPAL-Health« geht in Kliniken nichts mehr verloren: Intelligente
Funkmodule, angebracht an Blutkonserven oder mobilen medizinischen
Geräten, informieren lückenlos über deren Ort und Zustand. Das
optimiert Prozesse beim Blut- und Gerätemanagement in Kliniken und
ermöglicht massive Kosteneinsparungen. Ab 26. Januar startet im
Universitätsklinikum Erlangen der Testbetrieb von »OPAL-Health«,
entwickelt vom Fraunhofer IIS, Fraunhofer-Arbeitsgruppe SCS und
Partnern aus Forschung und Wissenschaft.
Im Notfall muss es schnell gehen - vor einer Operation legen Ärzte
daher häufig Blutbeutel bereit. Doch bis ein Patient das Blut erhält,
müssen zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen erfüllt und Fragen geklärt
sein, so dass ein gut gekühlter Beutel mit der richtigen Blutgruppe am
Ende den OP erreicht. Das aufwändige und komplexe Management von
Blutkonserven und medizinischem mobilen Inventar kostet wertvolle
Ressourcen, weil das Personal beispielsweise teure Blutbeutel
entsorgen muss, wenn Informationen über deren sachgemäßer Lagerung
fehlen. Oder aber weil Apparate wie zum Beispiel ein Herzmonitor nicht
auffindbar sind. - Das verursacht hohe Kosten, die sich aber durch ein
optimiertes Prozessmanagement von Geräten und Blutkonserven mit »OPAL-
Health« einsparen lassen. Dieses System funktioniert mittels der
drahtlosen, energieeffizienten Sensornetzwerktechnologie »s-net« des
Fraunhofer IIS. Blutbeutel oder Apparate sind hierbei mit
intelligenten Funkknoten versehen. Das sind kommunikationsfähige,
mikroelektronische Module mit der Fähigkeit zur dezentralen
Bearbeitung von Aufgaben. Dies können beispielsweise die Ermittlung
von Position und Temperatur sein, aber auch das Erkennen von
Grenzwertüberschreitungen oder falschen Lagerbedingungen. Diese
Funkknoten bilden im Einsatz selbstständig ein Netzwerk, über das sie
diese Informationen übertragen. Gegenstände, die mit diesen Funkknoten
ausgestattet sind, werden zu »Smart Objekts«, also zu Objekten mit
Köpfchen. Da die Funkknoten mit einer sehr geringen Leistung senden,
ist das erzeugte elektromagnetische Feld auf ein Minimum reduziert,
was für den Einsatz im Krankenhaus wesentlich ist.
Am 26. Januar fällt der Startschuss für einen umfangreichen
Testbetrieb von »OPAL-Health« in realer Klinikumgebung. Zum
Pressetermin im Klinikum werden das Blutkonservenmatching am
Patientenbett, die Temperaturüberwachung von Blutkonserven und die
Lokalisierung von Geräten mit den selbstorganisierenden Sensornetze in
der praktischen Anwendung vorgestellt. Eine Podiumsdiskussion
ermöglicht Ihnen, mit Projektvertretern in Kontakt zu treten. Ab dem
20. Januar steht Ihnen unter www.simobit.de/de/157.php der aktuelle
Film zu »OPAL-Health« zur Verfügung.
Programm
11:00 Begrüßung, Prof. Hans-Ulrich Prokosch, Lehrstuhl für
Medizinische Informatik, CIO Universitätsklinikum Erlangen
11:05 Vorstellung Forschungsprogramm SimoBIT, Dr. Franz Büllingen,
Leiter Begleitforschung SimoBIT
11:15 Grußwort der Stadt Erlangen, Konrad Beugel, Wirtschaftsreferent
der Stadt Erlangen
11:20 Projektbeschreibung »OPAL-Health«, Günther Grebe, Projektleitung
»OPAL-Health«, T-Systems
11:30 Moderierte Podiumsdiskussion:
Günther Grebe, Head of International Service T-Systems
Jürgen Hupp, Leiter der Abteilung Kommunikationsnetze,
Fraunhofer IIS
Dr. Alexander Pflaum, Leiter Zentrum für Intelligente Objekte
ZIO, Fraunhofer SCS
Prof. Volker Weisbach, Oberarzt, transfusionsmedizinische und
hämostaseologische Abteilung, Universitätsklinikum Erlangen
Martin Sedlmayr, Lehrstuhl für Medizinische Informatik,
Universität Erlangen-Nürnberg
Wolfgang Peter, Geschäftsführer, Vierling Communications
Dirk Nehring, Geschäftsführer, Delta-T
12:00 Möglichkeit für Fragen an das Podium
12:15 Fototermin zum offiziellen Start des Testbetriebs
12:30 Demonstration der einzelnen Anwendungsfälle von
»OPAL-Health« am Universitätsklinikum Erlangen
13:00 Imbiss
13:30 Ende der Veranstaltung