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Mit ModiFrame kann nun wirklich jeder Dienste auf dem Handy anbieten


Volkswirtschaftliche Bedeutung
Wären auch kleinere und mittelständische Unternehmen in der Lage, Mehrwertdienste auf mobilen Endgeräten anzubieten, würde dies unser tägliches Leben entscheidend verändern. Viele neue Anwendungen würden ihren Weg auf das Handy finden. In Zukunft wäre es beispielsweise möglich, dass ein Fahrschüler seine Pflichtstunden mit einem Stift gleich auf dem mobilen Endgerät quittiert oder wir ein komplettes auf Spracherkennung basierendes Reiseportal "zum Mitnehmen" bei uns haben. Denkbar ist sogar die Einführung eines elektronischen Klassenbuches in der Schule, über das ohne Umwege Kontakt zu den Eltern aufgenommen werden kann. Die Zielgruppe für eine allgemeine und unabhängige mobile Auslieferungsplattform, auf deren Basis beliebige mobile Anwendungen zur Verfügung gestellt werden können, ist schier unerschöpflich.

Ausgangslage
Bei vielen Anwendungen, die auf dem PC zur Verfügung stehen, wünscht sich der Nutzer das mobile Pendant. Während für Branchengrößen wie Google, Apple und Co. die "Mobilisierung" von Programmen kein Problem darstellt, ist es für kleinere Anbieter wesentlich schwieriger, ihre Dienste auf mobilen Endgeräten anzubieten. Aus KMU-Sicht ist der Entwicklungsaufwand für die mobile Variante von Diensten zu hoch. Mobile Geräte und Netze sind weitgehend heterogen, zudem ist der Abgleich des zentralen Datenbestandes mit mobilen Geräten eine anspruchsvolle Aufgabe.

Die Hauptziele
Zielsetzung ist die Entwicklung einer serverseitigen Softwareplattform, auf deren Basis kleine und mittelständische Unternehmen in der Lage sind, eigene mobile Applikationen zu entwickeln und ihren Kunden zur Verfügung zu stellen. Dabei gilt es, die technische Komplexität so gering zu halten, dass möglichst viele in den Genuss einer solchen Lösung kommen.

Innovation
ModiFrame liefert KMU ein sog. Software-Framework für mobile Dienste. Es enthält eine Grundarchitektur und wieder verwendbare Basisdienste. Unternehmen werden so in die Lage versetzt, ohne großes Risiko und ohne sich um die kostspielige Infrastruktur kümmern zu müssen, die Möglichkeiten mobiler Dienste zu testen und zu nutzen. Basierend auf der ModiFrame-Plattform kann beispielsweise eine Firma mit Außendienstmitarbeitern Anwendungen entwickeln, welche die Tätigkeit unterwegs unterstützen. Da die verschiedenen Dienste der Plattform leicht kombiniert werden können, muss nicht die komplette Funktionalität selbst entwickelt werden, sondern es lassen sich vorhandene Dienste dafür verknüpfen. Ein Beispiel hierfür ist eine Anwendung, welche auf die Daten für die Kundenpflege von einem Unternehmensserver zugreift und diese Daten dann per Sprachausgabe oder auf einem mobilen Endgerät den Mitarbeitern zur Verfügung stellt. Ein anderes denkbares Szenario ist die vereinfachte Hotelsuche und -buchung. Der Außendienstmitarbeiter kann während seiner Geschäftsreise seinen momentanen Aufenthaltsort bestimmen und sich verschiedene Hotels im Umkreis anzeigen lassen. Das mobile Reservierungssystem erlaubt es ihm sogar, die Suche anhand bestimmter Kriterien wie Lage, Datum, Preis, Sternekategorie oder Verfügbarkeit durchzuführen. Auch die Einbettung in ein komplettes Reiseportal wird künftig möglich sein, so dass auch gleich noch Flug- oder Bahntickets, Taxi oder Mietwagen mitgebucht werden können. Es ist geplant, die Lösung auch anderen Bereichen zur Verfügung zu stellen - dazu zählen beispielsweise Schulen und Universitäten. Denkbar ist zum Beispiel die Einführung eines digitalisierten Klassenbuches mit direkter Verbindung zu den Eltern, so dass diese jederzeit über Hausaufgaben ihrer Sprösslinge im Bilde sind, die sonst allzu leicht einmal vergessen werden.

Sicherheitsaspekte
Weil viele mobile Anwendungen Zugriff auf vertrauliche Daten, wie Kundenadressen oder Unternehmenskennzahlen bieten, ist es wichtig, auch die entsprechenden Sicherheitsanforderungen zu berücksichtigen. ModiFrame bietet deshalb eine Authentifizierungskomponente, mit der genau festgelegt werden kann, welche Nutzer unter welchen Bedingungen auf welche Daten zugreifen können. Darüber hinaus können auch dynamisch weitere, auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittene Sicherheitsfunktionen hinzugefügt werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, die über verschiedene Funktechniken übertragbaren Daten zu verschlüsseln, so dass diese nicht von Unbefugten gelesen oder verändert werden können.

Konsortium
Das aus CAS Software, D+S solutions, YellowMap und dem AIFB am Karlsruher Institut für Technologie bestehende Konsortium arbeitet an der Realisierung wichtiger Voraussetzungen wie Geräteneutralität, dynamischer Anpassbarkeit von Layout und Inhalt, der Unterstützung aktueller Standards sowie der Zusammenführung und Standardisierung verschiedener Quellen.


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Zitat

Dr. Bernhard Kölmel, CAS

"Sind auch kleinere und mittelständische Unternehmen erst in der Lage, ohne großen finanziellen und technischen Aufwand spezifische mobile Dienste anzubieten, wird dies nachhaltig unseren Alltag verändern. Erst dann lässt sich wirklich von Mobilität in allen Lebenslagen sprechen."

Dr. Bernhard Kölmel, CAS
Projektleiter ModiFrame

Webseite des Projektverbundes